24. Dezember

Ein letztes Wort noch dem Wind geflüstert, bevor die Nacht den Sonnentanz verschluckt
dem Abend ein Lächeln abgerungen. Es ist kühl. In der Ferne verklingt das Möwengeschrei.

DSC00414

Der Winter ist da!
Eine stille Zeit schafft Raum und Zeit fürs BeiSichAnkommen.

Advertisements

Da war ich nun….

Angekommen am Meer…

noch nicht ganz, zu viel geschehen
gefühlswellen schwappen hoch
in die haut frisst sich salz
wo wogen nicht geglättet
toben  gedankenstürme

 

kämpft der wind um das letzte wort
ächzen baum und strauch
zeit hat ihr eigenes maß
stille und gelassenheit
lassen sich nicht erzwingen
was im auf und ab von ebbe und flut
an den strand gespült wird
kann fluch und segen sein, zugleich

Das Wort der Woche (17): Sommergefühl

Mein spezielles Sommergefühl stellt sich ein, wenn die Tage beginnen, deutlich kürzer zu werden, also etwa um den Wechsel von Juli zu August. Das Licht ist anders, wärmer, die Winden öffnen am Morgen ihre Trichter. Die Felder sind beinahe abgeerntet und liegen golden im Tag. Die ersten Äpfel fallen von meinem Lieblingsbaum. Das Überhitzte und Überdrehte flieht aus meinen Gedanken. Ruhe und Vorfreude breitet sich in mir aus. Jetzt habe ich Lust, durch Landschaften zu radeln, in Biergärten zu sitzen, Leute zu treffen, gemächlich unter Bäumen zu rasten, mit Blick auf die Reife und der nahenden Ernte. Holunderbeeren sind fast schwarz und die ersten Haselnüsse fallen. Sammelzeit! Wintervoräte schaffen. Ich bin ein Septemberkind vom Land, dass zu früh in die Stadt verpflanzt wurde, aber die Qualität der unterschiedlichen Jahreszeiten ist in mich eingebrannt. Ich liebe den Spätsommer und den Herbst. Es ist die Zeit, in der ich zufrieden und mit mir eins bin, die Zeit, in der ich zur Ruhe komme, genieße, abwarten kann und Geduld habe.

freudenwege

Vor allem im August, meinem Geburtsmonat, überkommt mich ein ganz besonderes Gefühl. Bunte Natur, warme Sonne und eine unbändige Freude ergeben mein ganz eigenes Sommergefühl.

Vielleicht liegt das auch daran, dass ich früher zu dieser Zeit meist im Urlaub war. Da ging es raus in die Natur, wandern, zelten und neues entdecken. Auch wenn ich nicht unterwegs bin, umfängt mich dennoch dieses ganz besondere Gefühl.

Der Morgen lockt mich aus dem Bett, lädt mich zum verweilen ein. Die Luft riecht frisch und ist angenehm warm. Schon früh ist die Sonne da und streichelt über meine leicht gebräunte Haut.

Wie gerne würde ich auf der Welle des Gefühls reiten und mich zu Abenteuern tragen lassen. Ein wenig schwermütig werde ich, da ich auf fremde Länder und Abenteuer abseits der Heimat verzichten muss. Aber irgendwann…

Eine neugierige Unruhe erfasst mich, zieht mich hinaus. Alles ist so leicht. Keine schweren Klamotten schränken mich…

Ursprünglichen Post anzeigen 28 weitere Wörter

Eine Geschichte zur Nacht:

 

besondere tage

und über den tagen außerhalb der zeit lag ein frühlingsgrünes lächeln, das lächeln eines verwunderten kindes, für das jede sekunde die aus der zeit heraus wächst einen neuen, noch unerlebten zauber gebiert. und im flügelschatten des großen lächelns verbarg sich die angst mit ihren viefältigen gesichtern. und das licht war wie eine brücke, die menschen miteinander verband und eine weile aus der zeit heraustreten ließ. in der hand des goldenen kindes lag ein feuersprühender ball. siehst du ihn fliegen durch die nacht, die den tag gegessen hat, damit im nachtblau das licht nicht vergessen wird?

Schlaft schön!

Selbstbildnis 2

Ein bisschen bin ich aus der Übung, aber das wird schon wieder!

Wilfried Fink: „Heilen muss einzig die Illusion, wir seien voneinander getrennte Wesen.“

Ich versuche mir vorzustellen, wie das ist, sich verbunden mit allem zu fühlen und merke schnell, dass mir das mit dem Denken nicht gelingt. Das Denken verschärft das Gefühl des Getrenntseins. Ich muss es wohl spüren und fühlen. So konzentriere ich mich auf mein Herz, lasse es licht und weit werden, aus mir heraus und über mich hinaus wachsen. Plötzlich kommen die Bilder.
Ich sehe mich in einem Kreis aus Licht, der von feinen Tentakeln umgeben ist. Ich spüre damit in den Raum hinein zu den Blumen und weiter wachsend durch die Türe hindurch in die anderen Räume hinein.
Dort schlafen die restlichen Familienmitglieder. Ich fülle das Haus aus, wachse weiter, durch die Haustüre hindurch, zu den Bäumen und Pflanzen draußen, in die anderen Häuser hinein mit allen Menschen und Tieren.
Hier lebe ich und alles atmet im gleichmäßigen Rhythmus: die Erde, der Himmel, die Menschen und Tiere, die Pflanzen, der Wind.
Weiter wachse ich über die Grenzen der Stadt, des Landes, über Alpen und Meer – alles nehme ich auf, mit allem atme ich ein und aus, die Dunkelheit der Nacht trägt mich bis ich die ganze Erde in Licht und Liebe hülle.

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin, was ich tu, ob ich bin oder etwas in mir ist. Zeit und Raum sind aufgehoben. Es gibt keine Grenzen. Alles ist gleichzeitig. Nur das Pulsieren in und mit allem bleibt, ein Heben und Senken:  der Herzschlag und der große Atem, Ebbe und Flut, Gezeiten; Wind und Orkan.

Ich glaube, es ist ein Weg, der einmal begonnen, sich im Bewusstsein Raum schafft, Türen öffnet, die Sensibilität für Ausweitung und Grenzüberschreitung (über sich selbst hinaus) schult und stärkt. Die Kraft der Visualisierung wächst durch Übung.