gegen den puls der zeit innehalten…

kornblumenblau, mohnrot am rande von feldern mit wiegenden ähren wolken, die über eine kuppe in den bilderbuchhimmel klettern und schweigend weiter ziehen, während lerchen singen, spatzen schilpen der wind in den bäumen säuselt, während schwalben fallen und steigen
was mich berührt ist der weg eine furche, durch die ich schreite die mich leitet zu unbekannten zielen, ein zeitfenster, in dem ich sein kann , ohne angst den boden unter den füßen zu verlieren

ROT

Mein Sommer ist rot: erdbeerfrisch, kirschensüß, johannisbeersauer Rosenrot duftet betörend in blaue Stunden trockene Hitze liegt beerentrunken auf den Feldern während Feuerteufel orangerot mit den Funken spielen fließt vor dem Hochhaus ein Rinnsal aus Blut der freie Fall dauerte Ewigkeiten Menschen stürmen wutentbrannt aufeinander los Tauben dösen, Spatzen schilpen die Zeit trägt Ewigkeit Nebenan flattert eine Fahne und schleckt ein Kind entrückt am Himbeereis