Notizen am Rande des Bewusstseins 1

Und doch:

ich wollte dir noch etwas sagen, aber die Worte fallen mir immer wieder aus dem Sinn. Nein, eher ziehen sie  davon wie Luftballons oder zerplatzen wie Seifenblasen, wenn ich nach ihnen greife.

Und doch, da war noch was:

es muss wichtig sein, denn da ist wiederkehrend dieses blinkende Dreieck am Rande des Bewusstseins. Eine Ahnung , dass da zwischen uns etwas noch fehlt. Der Schlussakkord oder das Fazit, mit dem sich der Ring schließen wird. Verstehst du was ich meine? Nun, es ist wohl noch nicht soweit. Die Worte haben ihre Form bisher nicht gefunden.
Die Zeit wird knapp,will mir scheinen, aber vielleicht ist das auch nur unbegründete Angst. So wie ein vorausgenommenes Trauern um etwas, das vielleicht unvollständig bleiben wird.

so tief

es war mir nicht bewusst
in dem Moment, als es geschah
doch sie fielen so tief
als wollten sie meinen Grund durchdringen
um durch mich hindurch
in andere Kreise zu gelangen
sie fielen so tief
dass ich nach Tagen immer noch suche
nach diesen Worten
die  nicht zu fassen
und nicht zurück zu holen sind

Hätten sie besser nicht fallen sollen?

So ringe ich mit ihnen
und mit ihre Gestalt
deren Sinn ich nicht glauben mag
und halte sie doch fest
damit sie nicht verloren gehen