Übrigens…

Es war noch jemand da gestern beim Uhrenkasten, in dem sich Ana versteckt hatte, um von den Erwachsenen nicht ertappt zu werden:
ein kleines Wesen von schrulliger Gestalt. Kurz erblickte ich es, als es hinter die Standuhr flitzte, die gerade sieben Uhr geschlagen hatte – Abendbrotzeit! Fesch sah es aus in seinem grünen Jackett und den schwarzen Hosen mit Bügelfalten, über deren Bund sich ein ziemlich großer Bauch wölbte. Erst erschrak ich mich so sehr, dass ich beinahe die Schüssel mit Roter Grütze fallen gelassen hätte. Aber dann musste ich lächeln, denn dass quirlige Wesen lief barfuß über den flauschigweichen Teppich. Übrigens sein Gesicht war runzelig. Ein Kranz von grauem Silberhaar bedeckte den kahlen Schädel und über den erstaunlich vollen Lippen trug es ziemlich selbstbewusst, wie mir schien, eine spitze nach oben gebogene Nase. Die Augen blitzten dunkel wie Kohlestücke im offenen Kamin. Unter dem Jackett trug das Männlein eine rote Brokatweste. Eine goldene Taschenuhr baumelte aus der Westentasche.
Ich glaube, der kleine Mann hat mich nicht gesehen. Oder doch? Er schien es sehr eilig zu haben und plötzlich polterte es unter den Dielen – es knackte und knarrte, und ein Scheit Holz fiel aus dem säuberlich aufgeschichteten Stapel heraus. Gut, dass ich die fruchtige Grütze schon auf den Tisch gestellt hatte.
Vielleicht ist dieses knorpelige Wesen dafür verantwortlich , wenn plötzlich Tassen aus dem Schrank fallen, oder ein Stein vom Schreibtisch fällt und in zwei Stücke bricht, ohne dass ihn jemand berührt hat.