Pfingsten

Der Tag gestern, so schön und lichtdurchflutet, so von Lebensfreude und Beginnen geprägt, findet Vollendung heute mit dem segnenden Regen.


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Ich habe dem Morgen begrüßt, wie einen überraschenden Gast, der dennoch zur rechten Zeit an meiner Türe geklopft hat. Meine Ohren lauschen dem Regen, der auf das Dach und gegen die Scheiben tropft.
„Mairegen bringt Segen“, sagt der Volksmund, dem ich gerne zustimmen möchte. Die dürstende Natur benötigt dringend dieses lebenspendende Nass. Das Grün sieht gleich intensiver aus.
Auch ich brauche nach sonnigen Tagen diesen Regen, um runter zu kommen, bei mir zu sein, Ruhe zu finden. Ich bin dankbar dafür, in einem Land zu Leben, dass keinen Mangel an Wasser hat.

Im GRÜN baden

Über Nacht ist die Hecke gegenüber dicht geworden. Ihr Frühlingsgrün verbindet sich nun mit den anderen Nuancen von Grün  in Baum, Strauch und Gras. Mit Hilfe des Regens hat die Natur diesen Raum gestaltet.IMG_2172
Ich schaue zum Morgenfenster hinaus und werde still zwischen all dem GRÜN. Bis es sich in mir ausbreitet, mich einbezieht, von mir Besitz nimmt. Bis ich selbst GRÜN bin und etwas aus mir wächst.