12.10.20

Gestern weinten die Wolken den Himmel leer
Und wuschen mein Herz
dass so schwer zwischen gestern und morgen hing.
Im Trüben fischen beschwert
Doch wenn die Sonne blinzelt und die Herbstfarben leuchten
wenn die Luft klar und kühl an Quellen denken lässt
dann lächelt das Herz, und Gehen wird leichter

Immer noch zu schwer…

Immer noch viel zu schwer
und weit entfernt von Leichtigkeit
„Lass ihn endlich stehen, Marie, den Koffer, den Schweren.“
Wie sollen sie sprechen, die Stimmen, die vielen,
wenn Lastenschleppen alle Kräfte bindet?
Lach mal wieder! Sing dem Wind ein Lied.
Lass es hinaus das quirlige Glucksen
der silbernen Fischchen im Blut
die Kapriolen schlagen und laut rufen
„Ich lebe, ich bin.“

Die rote Buche am Ende der Wiese
neigt weise das Haupt
Sie flüstert und raunt von der Quelle
die ihre Wurzeln so wunderbar nährt.