Alles Strickwerk

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Kreuz und quer geht es heute in meinen Gedanken. Dazwischen Ausrufungszeichen!
Aha! So könnte das zusammenhängen.
In den Fingern die Häkelnadel gräbt, holt die Schlinge verknüpft. Unter den Händen entsteht ein wachsendes Gebilde: lacht nicht, es entstehen Topflappen in Schweinchenform.
Erstaunlich, wie frei die Gedanken fließen, wenn da nichts ist, außer den natürlichen Hintergrundgeräuschen. Und endlich einmal ist Ruhe in mir.
In den letzten Jahren sind mir viele Maschen gefallen im Lebensstrickwerk. Zum Glück ist die innere Sricknadel fleissig, sie holt hoch, verknotet und verkettet neu. Manche Maschen, allerdings findet auch sie nicht wieder.
Da bleiben Löcher.
Erheiternd, das Muster, das dabei entsteht. Der Wind pustet hindurch und es bleibt eine Schwachstelle.
Im schlimmen Zustand auch die dünnen abgewetzten viel benutzten Stellen, wo die Fäden drohen zu reißen. Da muss Flickwerk drauf. Oh Gott, ausgeleiert, wie kriege ich das wieder hin?
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Ich denke an die Urahninnen, die vor meiner Zeit bei spärlichen Kerzenlicht zusammengesessen haben am Abend. Es muss eine besondere Atmosphäre zum Tagesausklang gewesen sein, wenn sie einander Erlebnisse und Geschichten erzählten, während die Hände mit Spinnen, Häkeln, Stricken und Flicken beschäftigt waren. Waren es nicht gute Übergänge vom Tag in die Nacht, hin zu den Träumen.
Und welche Geister waren dann unterwegs? So von Frau zu Frau, über den Horizont hinaus? Welche Träume und Visionen spielten sich in ihren Köpfen ab?  WP_20150303_15_16_46_Smart[1]