Lieblingssatz13

Satz 13

Die Bäume im sonnigen Garten
„Er schuf den Himmel, die Erde!“
Die Schlangen lauschen dem Flötenlied
In den Bäumen mit Tanzgewändern“

aus einem Gedicht von Asaf Halet Elebi
(Sammlung: „Nimm eine Rose und nenne sie Lieder – Poesie der islamischen Völker- übersetzt von Annemarie Schimmel)

Ich fand die Göttin tief in meinem Schoß
an einem besonderen Tag, in einer besonderen Zeit.
Sie schwebt auf einer Lotusblüte über dem Wasser und gebietet über die weißen, heilenden Schlangen.
Mit Flötentönen der Nay lockt sie die Schlangen aus ihrem Korb,
mahnt, nicht zu säumen und ihr heilendes Werk auch in mir zu tun.

Ich schau der Göttin in die Augen, nenne sie Ana.
Im Blick zwischen uns beginnt es zu kreisen, verliert sich Zeit.
Derwische tanzen mit den Gestirnen. Das Universum kreist mit.

Bis alles kreist, Gestalt und Form verliert und Grenzen fallen.

Zwischen zwei Atemzügen

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Wenn es himmelig blaut
an den Abenden sommerlicher Monde
zerstreuen sich Duftorgien zartgehauchter Töne
über Blumen, Pflanzen und Bäume
Im Klang der Vogellieder liegt Abschied und Neubeginn
Wenn die Nacht den Tag verspeist und Sterne funkeln lässt
streift ein sanfter Atem  über deine Haut
ein Engel aus Licht spaziert durch Wand und Raum
auf seiner Wange Rosenblätter
Blicke werden  weit und staunend
und auf dem Teich
schließt Lotos Lächeln in der Blüte ein.