Fundstück vom Findevogel 3

ich säte blühendes gras in zerbröckelnde fugen / zwischen irische steine/ auf südliche hänge/ in antike mauernischen/ doch nie sah ich, was wuchs unter den wechselnden himmeln/ die gezeiten trugen mich fort/ auf windbewegten flügeln immer weiter/ fern von mir und meinem tun/ sah ich die liebe erröten/ es lag musik in ihrem wesen und verwunschener tanz/ so fand ich das verblassende echo nur in mir selbst/ und küsste hinter der hecke heimlich die rosen

so weit wie das meer


neufassung

herznah umschließt uns sanftes schweigen
räume öffnen tür und tor
seelenweit segeln wir
auf verwunschenen küssen
zu neuen horizonten
haut ist wie strand und sand
dem spiel von gezeiten
und berührung ausgesetzt

bist du ich – und ich du
sind wir, eins
bis nacht die lichter löscht
und uns entzweit