29.10.20

Aus grauen Wolken
regnet es leise Funken
goldener Blätter

Im Baum das Nest, sichtbar nun
hält Stand der Vergänglichkeit

Veränderung, älter werden, meine grau-weiße Mähne gleicht Feenhaar. Luftig pustet der Wind hindurch. Glatt und glänzend ist die Stirn gewachsen. Einzelne Haare fallen wie Pulverschnee. Bis zum Lebenswinter sind es nur wenige Schritte noch. Und doch bin ich jung, kaum dem Mädchenalter entwachsen.

Da war ich nun….

Angekommen am Meer…

noch nicht ganz, zu viel geschehen
gefühlswellen schwappen hoch
in die haut frisst sich salz
wo wogen nicht geglättet
toben  gedankenstürme

 

kämpft der wind um das letzte wort
ächzen baum und strauch
zeit hat ihr eigenes maß
stille und gelassenheit
lassen sich nicht erzwingen
was im auf und ab von ebbe und flut
an den strand gespült wird
kann fluch und segen sein, zugleich