Traum und Wirklichkeit

Nichts ist so, wie sie es sich einst erträumt, und doch ist es mehr, als sie erwartet hatte.
Sie kennt den Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit.
„Weißt du“ , sagt sie zu Milkyway, dem grauen Tigerkater,
„dazwischen ist mehr als viel – alles!“ und sie lächelt und strahlt.

Sie streichelt die Katze und sät ein Samenkorn in den roten Blumentopf.
Während sie aus dem Fenster schaut, schwebt ein gelbes Blatt vom Apfelbaum.
„Dazwischen ist alles – die Fülle.
Traum und Wirklichkeit“ , das weiß sie schon lange,“
gehören zusammen, wie Tag und Nacht.“
Die Katze schnurrt laut und streicht um ihre Beine. Ihr wird warm ums Herz. Sie freut sich über diesen kostbaren Augenblick der stillenden Fülle.

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Selbstbildnis 3

Liebe MORGANA,

die Morgenröte grüßt dich. Ich bin auf der Insel, war es schon immer und habe mich in den Wellen des Ozeans verloren.
Dieses Funkeln, viel zu schön, viel zu viel des Lichtes, Irritation!
Aus dem Schatten der Hecke zu treten, um sich ins offene, ungeschützte, weite Meer zu trauen, zu viel, überwältigend.
Jetzt wieder an Land, den Wind auf der Haut, die geschlossenen Augen der Sonne entgegengereckt, Regenbögen unter meinen Lidern. Wie es mich streichelt, wie zärtlich der Wind mich trocknet. Ich werde mich wieder einsammeln, ganz langsam. Werde mich besinnen.
Es aushalten, dieses Zuviel, diese Fülle.
Ich hatte vergessen wie es ist, aus der Fülle zu schöpfen. Die Insel ist klein, eine Vogelinsel mit Leuchtturm. Kein Traumtänzer zu sehen. Aber brauche ich den? Fatamorganen, Nachtgeplärr, Fluchten. Gruß, AURORA

Herbstgefühl

(auch, wenn die Temperaturen hochsommerlich sind, die Tage werden kürzer, Nüsse fallen, Blätter beginnen sich zu färben)

Zeit, Ballast abzuwerfen
falsche Erwartungen über Bord zu werfen
genügsam zu werden
darin die Essenz der Fülle entdecken
bittersüß, der Geschmack
es bleibt noch genug
um hinein zu wachsen
und frei zu sein
wie der Baum im November
ohne Früchte und Blätter
in seinen Wurzeln ruht

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Der Sonne zu Ehren

Sonnengeflecht  in Hecken und Zäunen
Grafik  schattiger Strukturen auf Wegen und Pfaden
besonnt und bestrahlt der Augenblick
Vom Firmament Sonnengesang
mit den Lerchen im Feld, den Grillen im Gras
der Amsel auf dem Dach und dem Summen der Hummeln

Sonntagsruhe im Garten

Sonnentag, Sommer hoch, im Licht schwelgen
Ermatten im Schatten der Bäume
in der Fülle zu vergehen und sterben, ein Ahnen

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Die Tage werden kürzer!

Mein wilder, wilder Garten

Du lachst mir ins Gesicht
schenkst  jeden Tag neue Eindrücke
wir lassen dich, weitestgehend
eine Fülle gibst du
Lavendel-und Rosenduft liegt über allem
jetzt
Kräuterwonne
Schneckenhaussommer
Amselbadjuni
am kleinen Tümpel bahnt sich was nach oben
und im winzigen Seerosenteich
spiegeln sich beständig neue Bilder
die Rebe an der Hauswand spricht
unter dem Baumhimmel
träumen neugierige Kaninchen
von neuen Wisenversprechen

 

Ich liebe meinen Garten. Er ist kein „Schöner Wohnen Garten“, aber er berherbergt eine Fülle von Pflanzen, Kräutern und Blumen, denen wir gerade im Moment sehr schön beim Wachsen zusehen können. Neben vielen Kräutern gedeihen auch Tomaten, Äpfel, Johannisbeeren und Himbeeren. Unter Aufsicht dürfen auch unsere vier guten Geister (Kaninchen) ab und zu in die grüne Oase. Die wohnen sonst in einem Stall mit Auslauf im hinteren, beschatteten Teil (Haselnuss, Holunder, Wildapfel) des Gartens. In diesem Jahr heben wir zusätzlich im Vorgarten einen Kübelgarten angelegt. Dort wachsen Kartoffeln, Zuccini, Paprika, Kürbisse.
Und wir haben neben Lavendel auch viele Duftrosen.

Was schreibt man wenn man zufrieden ist?

Zu nächst: Guten Morgen.

Mir geht es gut.

Hm.

Wenn ich Zahnschmerzen habe, Liebeskummer oder ähnliches, da fliegen mir die Worte nur zu. Schmerzerfüllt…dunkel….geheimnisvoll.

Aber jetzt? Was soll ich bloß sagen.

Mir geht es gut.

Ja, ich fühle mich wohl.

Und jetzt?

Was sagt man zu wohlbefinden, zufriedensein ohne großen Höhen und Tiefen?

Blick leer, starre ich auf meinen Bildschirm.

Eigentlich braucht es keine Worte.

Das Bild mit der Tasse sagt doch alles.

Euch einen schönen Tag!IMG-20160222-WA0001

Reichtum und Fülle

Als die Nacht sich verabschiedet und den Morgen in den neuen Tag geschickt hatte, hörte Marie die Vögel zwitschern. Ein grüner Duft wehte durchs geöffnete Fenster zu ihr hinein. Es war wohl dieser Moment, in dem Marie an Eva dachte und ihr im Geist eine Botschaft schickte:
„Weißt du Eva, wir nehmen die Menschen, die wir lieben in uns auf. Wir verleiben sie uns ein, bis sie in uns leben. Sie werden ein Teil von uns. Und wenn sie von uns gehen, bleiben sie doch bei uns, selbst über den Tod hinaus, so dass wir nicht verlassen sind.
Ebenso ist es mit der Welt, wir nehmen sie in uns auf. Sie ist in uns wie wir in ihr. All das macht unseren Reichtum und die Fülle aus, aus der wir schöpfen dürfen.“