Der Vogel singt

sein letztes lied
und weiß es nicht
ein narr rennt quer durch alle zeit
es brennt gewand und narrenkappe
und wo er rast, brennts lichterloh.

paulinchen weint.

der narr,
aus dessen fingerspitzen funken stieben
er fühlt und spürt die hitze nicht
sein geist ist fern an andren orten
die erde schweigt
der vogel singt den letzten ton

22.1.2016

Der Frost beißt sich in die schneefreie Erde
Raureif formt bizarre Strukturen
Bin nicht vorbereitet auf den sibirischen Atem.
Kopfschmerzen!
An solchen Tagen sollte man Mützen tragen…
… und Handschuhe
Auf Feldern im Norden der Stadt tummeln sich Schafe.
Eine Riesenherde warmer, aneinander gekuschelter Leiber
Atemwolken schaffen Unschärfe.
Die kribbelnden Fingerspitzen sehnen sich danach
in warmes, wolliges Fell zu greifen
Die eisige Kälte macht wach, und ich spüre
wie lebendig ich bin.