gegen den puls der zeit innehalten…

kornblumenblau, mohnrot am rande von feldern mit wiegenden ähren wolken, die über eine kuppe in den bilderbuchhimmel klettern und schweigend weiter ziehen, während lerchen singen, spatzen schilpen der wind in den bäumen säuselt, während schwalben fallen und steigen
was mich berührt ist der weg eine furche, durch die ich schreite die mich leitet zu unbekannten zielen, ein zeitfenster, in dem ich sein kann , ohne angst den boden unter den füßen zu verlieren

Manchmal

Manchmal weht ein Orkan in dein Leben hinein
dann bleibt keine Zeit mehr für schöne Worte, geistreiche Gedanken und wizige Geschichten,
dann heißt es Standhalten und Festhalten, was an Wesentlichem und Wichtigem noch zu fassen ist.
Alle Sinne sind wach, du bist im Augenblick, wie sonst nie.
Was gestern war, hat keinen Platz mehr in deinem Kopf und was morgen sein wird, kann noch nicht gedacht werden.
Du entdeckst dich neu, lotest Grenzen aus, spürst nach, wiviel Spielraum bleibt
Aberwitzige Gedanken  zucken auf, Lösungen werden wieder und wieder mit neuen Szenarien durchgespielt. Bis zur bitteren Neige. Oder bis in den endlich einsetzenden, erlösenden Schlaf hinein.
Du kämpfst um den Boden unter deinen Füßen, der sich entzieht und mit Gespenstern, seltsamen Gelichten und düsteren Gestalten, die in den Hirnwendungen auf ihren Auftritt warten.
Du wirfst alle deine Anker aus, damit dich etwas hält, stellst fest, es stehen dir ganz schön viele zur Verfügung, auch solche, an du du schon lange nicht mehr gedacht hast
bis du wieder Land gewinnst und das Schwanken aufhört.
Lebendig bist du! Mitten im Sturm eine Windbraut!

So ging es mir in den letzten Wochen. Hier und da habe ich ein paar Worte auf Zettel geschrieben, eine richtige Zettelwirtschaft ist entstanden.
Es hat bis hierher aber nicht gereicht.

Ich bin nicht weg und komme wieder.

Was mir gerade durch den Kopf geht?
Warum soll es mir anders gehen als der Welt, in der ich mich spiegele und die mich spiegelt?