Sehr geehrte Frau Trenkelbach,

es ist mir eine große Ehre, Sie hier als Mitautorin neben mir zu wissen. Ihren ganz eigenen Schreibstil und den damit verbundenen besonderen Humor weiß ich sehr zu schätzen. Ja ich liebe ihn geradezu.  Wir kennen uns ja schon eine Weile und auch das, was wir so zusammen schreiben. Heute habe ich ein besonderes Anliegen an Sie.
Gerade gestern baute ich endlich im Bloghaus meinen Schreibtisch auf. Stellen sie sich vor, er steht in einem frühlingsgrünen Raum, dessen Fenster das Morgenlicht aufs Vortrefflichste einzufangen verstehen. Der Schreibtisch steht vor den Fenstern. Beim Schreiben geht mein Blick hinaus ins Grüne, jedenfalls, wenn es dann demnächst mit dem Frühling ernst wird. Umgeben bin ich dabei von meinem ureigenen Dschungel aus Zimmerpflanzen. Die Wand hinter mir ist von Büchern besetzt, die in himmelblauen Regalen wohnen. Rechts ist eine Tür zum Wintergarten und links steht ein gemütlicher Ohrensessel im Blumengewand. Ich liebe diesen Raum, bietet er mir doch den richtigen Rahmen für konzentriertes und ergiebiges  Arbeiten. Wenn der Raum fertig gestaltet ist, hängen auch Bilder an den Wänden. Mit der Auswahl will ich mir noch Zeit lassen.

Stopp, ich schweife ab!
Nun in der Schublade des Schreibtisches fand ich ein Fragment. Ich hatte es schon vergessen. Die Wiederlesensfreude war groß. Nun sehen Sie selbst und sagen Sie mir, ob wir wohl gemeinsam eine Geschichte daraus spindeln können. Sie kennen ja meine besondere Vorliebe für Seefrauengarn und Seemannsgeschichten, für Fantastisches und Irrwitziges:

„Der Winter ist hart für Aurora, besonders, wenn die Temperaturen so tief sind, wie im Augenblick. Wo soll sie nur ihr Seil aufhängen? Doch ich habe taggeträumt und dabei erfahren, dass sie etwas Märchenhaftes erleben wird.
An einem besonderen Montag wird sie durch Schnee spazieren und sehnsüchtig in den blauen Himmel schauen. Sie übersieht, dass jemand den Knaldeckel über den Gulli entfernt hat und fällt in ein tiefes Loch. Sie landet in einem Müllberg am Rande des Abwasserkanals. Auf der anderen Seite dümpelt ein kleines Boot. Dank ihres Zauberseils schafft sie es, hinüber auf die andere Seite zu gelangen. Mit ihrem Balancierschirm rudert sie – mal recht, mal links paddelnd, durch den Kanal. Der Kanal ist ein Labyrinth . Wie soll sie hier jemals wirder heraus finden? Da begegnet ihr die Kanalratte Jack The Ripper.“
Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.

Herzlichst grüßt Sie Ihr Findevogel

Liebes Bloghaus, ich bin wieder da…

,…so gar fast ganz und gar. Ich habe dich vermisst. Ganz so lang war die Woche nun doch nicht. In den kleinen Pausen zwischen der Arbeit habe ich ein paar Dinge begonnen, die demnächst an einem deiner Fenster zur Geltung kommen: ein gehäkeltes Gardinen-Mobile, das den Frühling so richtig heraus fordern wird, außerdem habe ich einen Sprossengarten in Einmachgläsern  angelegt. Darin gedeihen nun zarte Weizensprösslinge und ein riesiger Haufen voll kleinblättriger Alfalfa-Sprossen. In einem großen Einmachglas reifen die marrokanischen Salz-Zitronen und der zukünftige Limoncello. Ostern ist er trinkfertig. Morgen wird Fensterbankkresse gesäht.   Im Kleinen bin ich also schon richtig am gärtnern.