Erzählcafe

Hier ist Platz zum Erzählen:
zum Lauschen und zum Zuhören
zum still werden und zum Nachdenken.
das Fabulieren ist erwünscht

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22 Gedanken zu “Erzählcafe

    • Liebe Ursa, sei herzlich willkommen. Gerade komme ich aus der Eifel zurück, aus der Vulkaneifel, dort verbrachte ich ein paar Tage in der Nähe der Hochmaare. Eines hat mich besonders angezogen, das Pulvermaar. Ich bin sehr inspiriert. Das Maar ist überschaubar und sehr tief. Es hat etwas Zauberhaftes und Magisches. Ich schaute hinunter ins Wasser und dachte; Augen, die mich sanft und liebevoll betrachten, so wie eine Mutter manchmal ihr Kind betrachtet. Für mich ist das ein ganz besonderer Ort. Das wollte ich doch jetzt schnell mal erzählen.

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  1. Liebe findevogel……

    danke für die Einladung. Muß aber zugeben, ich finde mich noch nicht wirklich zurecht. Würde gerne einen Text eingeben….habe keine Ahnung wo und wie…..wer suchet, der findet.

    Ist jedenfalls nett hier im Cafe…..ein Ort, den ich immer mag, Cafe`s!

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  2. Danke für die Einladung, ich schaue nun erst gerade etwas intensiver hinein … werde auf einen Kaffee bleiben , meine Augen schweifen, meine Ohren h ö r e n lassen … möchte Nähe, möchte eine Nachbarin am Tisch haben und erzählen, ja-, erzählen von dem, was für mich ist, nicht das, was für andere Menschen zählt, sondern nur für mich und für die,mit denen ich hier Kaffee trinke, meine Zeit verbringe und höre, was sie f ü h l e n .. ja-, man kann Gefühle hören … sie können ganz zart, leise und sanft sein und dann wieder laut und lärmend, aber-, in der Welt der lauten Worte bin ich nicht zu Hause …. nein-, das bin ich nicht ….

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  3. Gerne! Lass uns Kaffee trinken und erzählen.

    Im heiligen Hain auf Wolke sieben

    Wenn zwei quasi auf einer imaginären Wolke sitzen, verschwindet der Alltag hinter dichten Nebelschleiern. Sie sind mit sich allein. Nichts erreicht sie von drüben – kein Laut, kein Telefon, keine Stimme – alles abgestellt! Wenn Worte zu Worten finden, im Dialog Nähe entsteht und die Frequenz auf Schwingung und Gleichklang gestellt ist, dann gleicht die Wolke einer Oase, auf der im heiligen Hain die Zeit ein anderes Tempo anschlägt. Wo soviel Nähe und Intensität ist, tun sich Türen auf. Ein Kraftplatz entsteht, an dem Energie getankt werden kann. Der Mensch fühlt sich heil und ganz.
    Wenn sie die Wolke wieder verlassen, um in ihren Alltag zurück zu kehren, dann ist etwas Positives gesät, das weiter wachsen darf.

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  4. sich wohlfühlen beim Lesen ,nachdenklich werden oder Glücksmomente erleben und ja sagen
    einfach so ist es.Ich danke dir für das Ausruhen dürfen für das Erleben können was Worte bewegen. und bewirken

    leise ich bei einer gedanklichen Tasse Caffee und mit Fröhlichkeit im Herzen hier bleiben zu können.

    Christin v. M.

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  5. Was ich mitnehme in die nächsten Wochen:

    Die Intensität von Stille hat manchmal etwas Fassbares, das man nicht mit Worten beschreiben kann. Es liegt darin eine essenzielle Dichte, die man als Emotion, Farbe oder Klang mit sich mit nimmt. Ich wünsche uns allen, nicht nur an diesem Sonntag, dass wir lernen, welchen Wert für uns Menschen dieses Abtauchen in die Stille hat.
    Selbst wenn wir äußerlich keinen stillen Platz finden und um uns herum Großstadtlärm und Gehetze ist, können wir, wenn wir sie einmal entdeckt haben – in den stillen Räumen unserer inneren Landschaften regenerieren.

    Pausen werde ich in den Tag streuen, an denen ich zu mir selbst kommen kann.

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  6. …..DIESES Abtauchen in die Stille … die hier körperlich spürbar wird … „verlangt“ nach einem Mehr, nach einem täglichen Sich-hinein-begeben …sich hinein legen in Worte der Entspannung… wie fern die lauten Geräusche der Welt, Stille in den Gedanken, Gefühle, die lange verloren schienen ….

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  7. Suela schreibt:

    Hallo liebe findevogel, ich bin auf ein wundervolles Gedicht gestoßen, geschrieben von Haiikiri und hab das mal weiter verfolgt. Ist das von dir? Damit bin ich in Resonanz…und schreibe auch so…mit meinem Herzen und meiner Seele…

    Alles Liebe
    Suela

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  8. Liebe Findevogel,

    ein Erzählcafé – wie schön!
    Es ist schon einige Jahre her, da begleiteten sich zwei Frauen eine ganze Weile. Wie das so im Leben ist, gab es Berührungspunkte, obwohl beide weit voneinander entfernt lebten. Das Bloggen hatte es möglich gemacht, ein feines Band zwischen ihnen entstehen zu lassen. Und als die Zeit kam, dass jede in ihrem Leben gefordert war, blieben Gedanken – gute Gedanken. „Man sieht sich immer zweimal im Leben“, so heißt es. Und daher wird hoffentlich das zarte Band nicht ganz gerissen sein….
    Ich mag Happy Ends 🙂

    Herzliche Grüße aus Freiburg,
    Silbia

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    • Noch weiß ich nicht, wo wir uns über den Weg gelaufen sind, aber es stimmt, mir sind immer mal wieder Menschen, die Weggefährten waren und irgendwann eine andere Abzweigung genommen haben, an einem bestimmten Ort wieder begegnet. Ich denke mein kunterbuntes Bloghaus ist ein guter Ort, um sich wieder zu begegnen und in Erinnerung an alte Zeiten zu schwelgen, um danach erfrischt wieder weiter zu gehen. Happy End mag ich auch sehr gerne. Die Welt ist klein und bestimmte Menschen laufen sich darin immer wieder über den Weg.
      Sei herzlich willkommen!

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  9. Ich erzähl euch was, schließlich werden die Abende wieder länger. Wunderbare Stunden zum Klönen und Erzählen liegen vor uns. Der Tee steht bereit und der Kachelofen ist angezündet. Lasst euch Äpfel und Nüsse schmecken.

    Heimlich still und leise hatte sich der September verabschiedet, so als wolle er sich entschuldigen für seine letzten Tage, die im Regen versanken und mit ihrer Kälte schon an den November erinnerten.
    Der Monatswechsel ist mir in diesem Jahr entglitten.
    Nur das Ziehen, Drängeln und Zwirbeln in mir erinnert mich daran, dass ich am liebsten mit den Zugvögeln aufbrechen möchte gen Süden, zum Licht, über das Meer in die Länder der Gewürze und Zitronen.
    Buchstaben fallen nicht flüssig auf das Papier. Sie gleichen scheuen Vögeln, die erschreckt davon flattern beim kleinsten Geräusch. Wie perfekt es wäre, wenn sie sich in natürlicher Ordnung auf die Linien des Papiers setzen würden. Schließlich will ich sie nicht einfangen und in einen goldenen Käfig sperren. Ich möchte ihnen nur die Welt öffnen, ihnen Raum geben, gesehen und verstanden zu werden.
    Früher waren es die Schwalben meiner Kinderjahre, die sich Anfang September auf den Stromleitungen sammelten. Wenn ich morgens im Bett erwachte, und es war sonderbar still, dann waren sie davon gezogen. Im Dorf war die Ernte eingefahren, und es herrschte nach der Betriebsamkeit des Sommers heitere Gelassenheit. Die letzten Äpfel und Birnen wurden gepflückt und eingekellert oder als Vorrat für den Winter verarbeitet. In diesen Tagen schwebte immer – wie eine vielversprechende Wolke – ein süßer Duft über der Küche. Von der Walnussernte hatten die Erwachsenen grüne Finger. In Jutesäcken trockneten die Kerne in der Nähe des großen Kohleherdes. Die Jutesäcke erinnerten uns Kinder daran, dass es nicht mehr lange dauert, bis das Christkind kommt, und das nun eine besondere Zeit beginnt.
    Das ist lange her, und nun sammle ich meine Gedanken und verdichte sie mit dem herben Pappelduft des Kölner Nordens – wie fahlgelb die Pappel-Blätter sind – und dem flirrenden Licht, dass im beginnenden Messing des Apfelbaums vor meiner Tür den Oktober vergoldet zu eine Herbstkomposition besonderer Art .
    Die Vögel in meinem Garten gesellen sich mit ihrem Tschilpen und Zwitschern dazu. Eine aufgeplusterte Amsel lässt mich laut auflachen: auf einem wippenden Rosenzweig verliert sie beinahe das Gleichgewicht, als sie nach den Hagebutten schnabuliert.
    Ob sie nun zu mir zurück kommen, meine Buchstaben, die wie die Vögel sind, um die Linien auf dem Papier zu besetzen?
    Noch tanzen sie und zieren sich. Ich tanze einfach mit zur stummen Musik.

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  10. „Siehst du mich?“ fragte das kleine Irrlicht die Nacht.
    „Nein,“ hauchte die Nacht und warf den Schattenmantel über das Dorf, „wo finde ich dich?“
    Noch reichte es nicht, um den Sternen zum Erstrahlen zu verhelfen. Die Sonne brauchte heute lange, um sich hinter den Bergen zur Ruhe zu begeben. Mit letzter Kraft hatte sie ein leuchtendes Feuer am Himmel entzündet, um sich heimzuleuchten. Langsam verblasste es.
    „Da ist ein Weg, siehst du ihn? Du hast ihn schon fast verschluckt.“ antwortete das kleine Irrlicht, „sei nicht so gefräßig.“.
    „Hm, einen Weg?“ fragte die Nacht und kratzte sich zögernd am linken Ohr.
    „Ja, links unterhalb der Mitte, da wo es schon dunkel ist. Kurz über mir, ein bisschen versetzt leuchten ganz schwach zwei Augen. Bestimmt ist die grimmige Riesenkatze schon unterwegs, um Beute zu machen. Sie sucht die verlorenen Träume der Menschenkinder.“
    „Meinst du?“
    „Vielleicht solltest du wirklich nicht so gefräßig sein, liebe Nacht.“
    „Ah, ich habe dich gesehen, kleines Irrlicht. Bist du vielleicht das Rücklicht eines Autos, das seinen Weg nach Hause sucht?“
    „Weißt du was Nacht, ich sage es dir nicht. Du hast ja bis morgen Zeit, um die Antwort zu finden. Ich gehe jetzt schlafen.“

    Sprach´s und verschwand.

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  11. Brachlage

    Soviel liegt brach in den letzten beiden Jahren. Das innere Land ist still, nur der Wind wirbelt hier und da etwas trockene Erde auf. Das Unkraut schießt ins Kraut. Will ich hier wirklich einen Garten anlegen? Hier darf sein, was ist, nicht was sein soll oder mein Wille wünscht. Tief in der Erde regt sich ein ausgeruhter Geist, sehr hungrig und neugierig. Er will an Altem anknüpfen und doch Neues kreieren. Im Kopf ist ein Traum. Vielleicht werde ich ein Stück vom Brachland in einen Garten verwandeln. Eine Hecke soll ihn einfassen und darum herum darf sein, was will und wann es will. Das nennt sich Freiheit. Kein kreativer Akt, gleich welcher Art, kann ohne diese wilde Freiheit werden.

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