OH, DIESES GRÜN

Ausschnitt aus Marie´s Logbuch (2005)

Oh dieses Grün

Wie eine Ertrinkende klammert sie sich an dieses Grün, und mit dem Grün kehrt die Vitalität zurück. Plötzlich erinnert sie sich an warme feste Hände und kosende Lippen, die in ihrem Nacken hinter dem linken Ohrläppchen so gerne spielen.
Unter den Händen spürt sie weiches seidiges Vlies. Wolkiges Moos bereitet unter ihrem Körper ein weiches Bett. Der Schatten einer ausladenden Kastanie schützt vor neugierigen Blicken.
Es ist Frühling!
Blüten verharren angespannt und startbereit in den Knospen. Fein ist der Duft von zukünftigen floralen Gerüchen schon da.
Ein einziger Sonnenstrahl fehlt noch.
Verheißung und Versprechen liegen in der Luft.

Überall Aufbruch und junges Grün.

Und noch mehr Gewebe

diesmal von einem Meister der sprachlichen Teppichweberei, Wilhelm Fink, er schrieb es 2005 in MARIE´S Logbuch:

Bei den Zeltmachern stehen

Oder den Teppichknüpferinnen zuschauen. Wie fest sie die Fäden zurren. Dir ist es ein über-die-Ufertreten: da ist gar kein Bildrand mehr, aus Flor und Farbe webt sich die Welt. Die Araber haben ein Sprichwort, so lebens-nah und lebens-hart: Die Teppiche mit den kurzen Fäden sind immer die besten. Überschuß, Knall und Davonfliegen: Wehe, wer ins Vibrato gerät! Wer ins Schwingen, ins Hochschaukeln kommt, dem geht die Welt als Unfertiges auf, das sich in Spirale, Drehung, Ausstülpung formt als Leistung der Zelle, die in Regelkreis-Rückmeldung wächst, weil in ihr die Information aller anderen Zellen, also des Universums, sitzt. Ich höre gern das Auf und Ab im girlandenhaften Sprechen: Ein Parlando, so bewegt wie über dir die Weinreben, wenn du im Süden draußen den Schoppen trinkst. Draht ist gespannt, mit kleinen bunten Lampen, hoch über den Tanzenden: Ein schwingendes Leuchten. Die Stimmen sind anziehend, den Duktus gibt ihnen der Tanz. Worte und Sätze mit einem Bogen, immer neu das Verebben der Welle, die Atem schöpft. Nietzsche sprach von der Energie des Zeichens. Was wir aufgreifen, was wir verstehen: – und kühn in immer entfernteren Kreisen noch weiter ausführen wie einen furchtsamen Hund: bis hin ans graue, gestaltlose Meer: es ist uns ein Staunen. Zauber, auch auf weißen Papier. Knisterndes Lyrikheft – oder die alte Banknote, sie glänzt schon vom Daumenfett. Das Gedruckte hat Kraft. Lassofang glücklicher Energie in kleinen Schüben. Freude am Phänomen. Hundert EURO oder was bizarr im Texte ist: etwas, das man außer der Reihe empfängt und ausgibt, nicht bedächtig, sondern im Sprung, – im Hüpftanz und seiltänzerisch.

Marie´s Freundin ließ sich inspirieren und antwortete im Logbuch;

Textilien? Fäden? Labyrinth? Ariadne? Da war doch noch was !

Komm MARIE, deine innere Stimme ruft:
„Erinnerst du dich noch? Weißt du noch, wie wir bei den Teppichweberinnen waren? Du hast über die vielen flinken Fäden in gewürzbunten Farben gestaunt, konntest es kaum fassen, wie die Schiffchen gehüpft sind, flink, agil – kaum dem Auge sichtbar.

Geschickte braune Finger tanzten mit den Fäden. Und sie lachten, die Weberinnen, während die Finger von ganz alleine die Muster wirkten, und sie sangen laute, fröhliche Lieder, obwohl sie arm waren. Ihre Schätze lagen in der Fröhlichkeit, mit der ihnen die Arbeit von der Hand ging.

Ihr Geist war frei, frei zu fliegen, wohin immer er wollte, und davon handelten die Lieder: von der Schönheit des Meeres und den springenden Delphinen, die sie selbst nie gesehen hatten. Sie sangen von den riesigen Fischschwärmen, die im blauen Ozean um ihr Überleben kämpften.
Auch sangen sie von den höchsten Gebirgen, von Yeti, von Wölfen, von Eis, Schnee und Frost, der in die Glieder kroch. Von Sonnenaufgängen über einem spiegelglattem Meer, von Orkanen, Stürmen und Sirenengesang, der die Fischer betört, und von Neptun, der mit der Weltenschlange kämpft.
Sie sangen von Liebe und Sehnsucht und von den Hoffnungen ihrer Kinder, die irgendwann gezeugt, einmal leben würden. Hoffentlich besser, das wünschten sie schon!

Ihre Fantasie spiegelte sich in den Mustern auf ihren Teppichen. All ihre Hoffnung und Wünsche , die Vergangenheit und die Zukunft webten sie hinein.
Eigentlich, wenn man es genau nimmt, ist ein solcher Teppich unbezahlbar.

Mit großen braunen Augen sahen sie dein Staunen, Herzwärme vermittelte sich dir. Sie sahen etwas, was du damals noch nicht sehen konntest, denn es wartete noch schlummernd an der übernächsten Ecke.
Und sie gaben dir etwas! Ich bin sicher, du hast es bei dir. Im Boot wirst du es finden.

Sie gaben dir deinen Ariadnefaden – blutrot, lang, reißfest und seidig.“(Findevogel)

Versperrte Sicht

In die Schluchten zwischen den verlorenen Stunden hat sich dein Lächeln verloren. Dieses Lächeln, das den Tag hell machte und vom Glücklichsein erzählte. Was ist geschehen Marie, dass ein Absturz dies vermochte? Ich stehe auf dem Leuchtturm hinter dem Horizont und sehe nichts außer Nebel.
Mittendrin bin ich mit mir allein, und während ich noch grübele, warum die Sicht sich mir versperrt, taucht aus der Erinnerung dein Lächeln wieder auf. Es ist noch da – die Wahrheit ist, nichts was war geht für immer verloren.
Es ruht am Grund.
Ich will ein Fischer sein und im Meer meine Netze aus werfen. Vielleicht verfängt sich dein Weinen in meinem Netz und jenseits von Gut und Böse werde ich verstehen.
Es wird seinen Grund haben, dass die Sicht mir nahm, was ich nun in mir finde.

In der Nacht fuhr ich zur See – Marie – und warf meine Netze aus. Stunde um Stunde schaute ich in die Dunkelheit und lauschte dem Plätschern der Wellen an den Planken. Sanft schaukelte das Boot. Ich weiß nicht wie es geschah, aber diese stetigen und gleichbleibenden Geräusche versetzten mich in einen trance-ähnlichen Zustand. Die Nebel um mich herum wurden dichter – fast greifbar, umschlossen mich wie eine Zelle aus Watte.
Und plötzlich hörte ich dein Weinen, nein es war ein Schluchzen und es gesellte sich zu dem Lächeln, das ich auf dem Leuchtturm gefunden hatte und für einen Moment spürte ich deinen Atem.
Freude weckte mich aus dem Dämmerzustand: „Du lebst!“ wusste ich nun. Es zappelte in meinem Netz, fast hätte ich es aus den Händen verloren.
Ich holte es ein und fand einen kleinen grünen König mit Fischschuppenschwanz, dem die Krone in die Stirn verrutscht war.

NUANCEN VON GRAU

Die Dunkelheit hatte sich schnell im Haus ausgebreitet. Marie saß in ihrem Sessel, die Knie unter das Kinn gezogen und versuchte zu sehen. Die Dunkelheit ist nicht tiefschwarz, dachte sie bei sich, denn sie sah viele Nuancen von Grau. Je intensiver sie schaute, je mehr sich ihre Augen schärften, um so mehr sah sie: hier ein schüchternes Blau; dort ein vorwitziges Rot; Rahmen, die Bilder an den Wänden zusammenhielten, schälten sich aus dem Grau. Und noch mehr geschah: sie hörte viele kleine Geräusche, die sonst an ihrem Bewusstsein vorbei liefen: das Tröpfeln der Heizung; ein Auto, dass vor dem Nachbarhaus hielt; ein Hauch von Lachen aus der Welt draußen.

Reichtum und Fülle

Als die Nacht sich verabschiedet und den Morgen in den neuen Tag geschickt hatte, hörte Marie die Vögel zwitschern. Ein grüner Duft wehte durchs geöffnete Fenster zu ihr hinein. Es war wohl dieser Moment, in dem Marie an Eva dachte und ihr im Geist eine Botschaft schickte:
„Weißt du Eva, wir nehmen die Menschen, die wir lieben in uns auf. Wir verleiben sie uns ein, bis sie in uns leben. Sie werden ein Teil von uns. Und wenn sie von uns gehen, bleiben sie doch bei uns, selbst über den Tod hinaus, so dass wir nicht verlassen sind.
Ebenso ist es mit der Welt, wir nehmen sie in uns auf. Sie ist in uns wie wir in ihr. All das macht unseren Reichtum und die Fülle aus, aus der wir schöpfen dürfen.“

Alles Eins

Als die Nacht sich verabschiedet und den Morgen in den neuen Tag geschickt hatte, hörte Marie die Vögel zwitschern. Ein grüner Duft wehte durchs geöffnete Fenster zu ihr hinein. Es war wohl dieser Moment, in dem Marie an Eva dachte und ihr im Geist eine Botschaft schickte:
„Weißt du Eva, wir nehmen die Menschen, die wir lieben in uns auf. Wir verleiben sie uns ein, bis sie in uns leben. Sie werden ein Teil von uns. Und wenn sie von uns gehen, bleiben sie doch bei uns, selbst über den Tod hinaus, so dass wir nicht verlassen sind.
Ebenso ist es mit der Welt, wir nehmen sie in uns auf. Sie ist in uns wie wir in ihr. All das macht unseren Reichtum und die Fülle aus, aus der wir schöpfen dürfen.“

Der Fluss in den Händen

Marie hat mich verlassen. Sie hat meine Worte mitgenommen und ihren Fluss. So stammle und stottere ich und kämpfe mit zerbrochenen Buchstaben, die sich kaum entziffern lassen. Stenogramme und zerbröselte Augenblicksbefindlichkeiten bleiben übrig. Dilettantisch!
So, wie Marie vor Jahren plötzlich aus dem Nichts heraustrat und Konturen annahm, so ist sie plötzlich wieder verschwunden. Ich sammle und sortiere die Texte, bin bewegt und aufgewühlt. Ist sie wirklich weg?
NEIN!
Aber was trennt uns denn?
Nur ein geistiger Raum, in dem es keine Türen gibt, weil man einfach durch die Wände gehen kann, denn sie sind nur gedacht, selbst errichtet um zu trennen, was nicht zu trennen ist. So wie der Mond auch da ist und wirkt, wenn man ihn nicht sehen kann.
Marie ist ins Unsichtbare gegangen, jedenfalls scheint es mir so. Die gedachte Mauer muss dick sein. Ihren Sinn zu ergründen wäre ein interessantes Unterfangen. Was ist dabei im Spiel? Und was steht auf dem Spiel.
Ich bin sicher, es hat nichts mit ihr zu tun. Ich selbst verschwinde Tag um Tag mehr aus meinem Leben, habe es aufgegeben zu kämpfen, bin müde geworden.
Marie gibt niemals auf, ganz gleich was geschieht. Sie wird zu den Silbermeeren aufgebrochen sein – für uns – sie sucht den goldenen Fisch, ihren Stern, den verloren gegangenen Geliebten. Wenn ich sie rufe, wird sie zurück kehren und ich bin sicher, in ihren Händen fließt ein Fluss, der Fluss meiner Worte, die nun wieder beginnen zu fließen. Ich muss nur kurz an Marie denken und das Fließen des Flusses in ihren Händen beobachten.

Marie, meine liebste Marie,

weißt du noch, damals, als du vom Leuchtturm auf das weite Meer geschaut hast und ganz weit weg warst? Ich bekam Angst, denn es kam mir so vor, als sei nur noch deine Hülle zurück geblieben.
Du bewegtest dich nicht, und dein Gesicht verlor alle Farbe. Der Mund, die Lippen sahen aus wie frische Wunden darin.
Ich stellte mich neben dich und nahm deine Hand – streichelte sie ganz sanft, denn sie war kalt. Ich sah, wie die Farbe in dein Gesicht zurück kehrte und deine Augen an Glanz gewannen, und du mich anschautest,  so als seiest du zurück gekehrt von einem fernen Stern und hier bei mir ganz fremd.

Damals konntest du mir nicht sagen, wo du gewesen bist. Da stand ein Geheimnis auf deiner Stirn geschrieben, dessen Asche in dem ausgetretenen Feuer der Zeit noch zu riechen war. Du musst am Abgrund eines Vulkans gestanden haben. Das was du gesehen hast, so kam es mir damals vor, lag jenseits des Erinnerns.
Heute habe ich mir Karten gelegt, ein Turm auf einer einsamen Insel, oben ein Mädchen, vielleicht Rapunzel, hinter dem Fenster. Um den Turm schwirren Flugsaurier und das Meer schwemmt kleine Wellen an den Strand.
Ich werde hinaus gehen in den Hafen und ein Boot suchen, dessen Fischer bereit ist, mich auf die Insel hinter dem Horizont zu bringen. Es muss ein blaues sein, denn ich träumte von einer Frau, die Katharina hieß und dir ähnlich sah. Auch sie wollte hinaus zu dieser kleinen Insel. Ich weiß, dort steht ein alter Turm. Ich werde den Fischer bitten zu warten und allein hinauf steigen. Etwas wird sich mir dort zeigen.

Ich glaube an dich. Du wirst zurück kehren, wie damals auf dem Leuchtturm, als ich erschrocken deine Hand nahm. Du fehlst mir sehr Schwester.

Ich hab dich lieb, Claire

Versperrte Sicht

In die Schluchten zwischen den verlorenen Stunden hat sich dein Lächeln verloren. Dieses Lächeln, das den Tag hell machte und vom Glücklichsein erzählte. Was ist geschehen Marie, dass ein Absturz dies vermochte? Ich stehe auf dem Leuchtturm hinter dem Horizont und sehe nichts außer Nebel.
Mittendrin bin ich mit mir allein, und während ich noch grübele, warum die Sicht sich mir versperrt, taucht aus der Erinnerung dein Lächeln auf. Es ist noch da – die Wahrheit ist, nichts was war geht für immer verloren.
Es ruht am Grund.
Ich will ein Fischer sein und im Meer meine Netze aus werfen. Vielleicht verfängt sich dein Weinen in meinem Netz und jenseits von Gut und Böse werde ich verstehen.
Es wird einen Grund haben, dass die Sicht mir nahm, was ich nun in mir finde.

In der Nacht fuhr ich zur See – Marie – und warf meine Netze aus. Stunde um Stunde schaute ich in die Dunkelheit und lauschte dem Plätschern der Wellen an den Planken. Sanft schaukelte das Boot. Ich weiß nicht wie es geschah, aber diese stetigen und gleichbleibenden Geräusche versetzten mich in einen trance-ähnlichen Zustand. Die Nebel um mich herum wurden dichter – fast greifbar, umschlossen mich wie eine Zelle aus Watte.
Und plötzlich hörte ich dein Weinen, nein es war ein Schluchzen – und es gesellte sich zu dem Lächeln, das ich auf dem Leuchtturm gefunden hatte und für einen Moment spürte ich deinen Atem.
Freude weckte mich aus dem Dämmerzustand: „Du lebst!“ wusste ich nun. Es zappelte in meinem Netz, fast hätte ich es aus den Händen verloren.
Ich holte es ein und fand einen kleinen grünen König mit Fischschuppenschwanz, dem die Krone in die Stirn gerutscht war.

Am Abgrund

Das Leben hat sich in zwei Zeiten geteilt. Marie sah das Vorher, in dem alles möglich schien und das Nachher, in dem alles begrenzt war. Wie eng ihre Welt doch geworden war. Das Dazwischen, in dem sie ihre Träume verloren hatte, begann sie gerade erst langsam zu verstehen. Der todesähnliche Schlaf, der sie gnädig in die Arme genommen und gewiegt hatte, so wie Mütter ihr Kind trösten, wenn es weint und sich nicht selbst beruhigen kann, nahm wohl allen Schmerz von ihr und verdrängte die Trauer.
Jetzt, wo Marie plötzlich wieder an den Rand des Abgrundes zwischen Vorher und Nachher denkt, an dem sie gestanden haben muss nach jenen Ereignissen, wird ihr klar, dass sie damals wohl hatte sterben wollen. Soviel gewagt, das Leben aufs Spiel gesetzt und doch alles umsonst und verloren.
Das Kind zwischen ihren Knien regte sich und erwachte aus seinem Schlaf.
„Wie gut, dass ich das Kind wieder gefunden habe“, denkt Marie dankbar, “ jetzt bin ich nicht mehr allein. Ich habe etwas, für das ich sorgen muss, wenn es mir gut gehen soll.“

Das Kind

Marie ist durch den Tag gehüpft, wie ein agiles Känguru, neugierig, wissbegierig und mit dem Kind an der Hand. Wie hätte sie sonst auch hüpfen können?
Das Kind hat ihre Hand ganz fest gehalten und zwischendurch zu ihr hinauf geschaut und sie auf diese ganz besondere Weise angeschaut: ein inneres Glimmen, Freude; ein Lächeln gepaart mit Respekt. Dem Kind fehlen die Worte, aber Marie kann in seinen Blicken lesen. Es braucht keine Worte.
Am Abend sucht Marie sich einen ausladenden Baum, setzt sich darunter in den Schatten und nimmt das Kind zwischen ihre Knie, umarmt es. Einvernehmliche Stille liegt zwischen beiden, eine Ganzheit von besonderer Dichte, für eine lange Weile. Dann summt Marie ein Wiegenlied. Das Kind kuschelt sich eng an sie heran, bis es schließlich einschläft. Marie ist tief berührt von dem Vertrauen, dass dieses Kind ihr entgegen bringt. So friedlich und ganz in sich geborgen liegt das Kind in ihren Armen, die endlich nicht mehr leer sind. Maries Brüste spannen sich. Sie, die bisher noch kein Kind genährt hat, spürt das Einschießen der Milch. Jedenfalls fühlt es sich so wohl an, denkt sie, und sie staunt. Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit traut sie sich, an ihn zu denken, den sie verloren hat. Sie hat gesucht nach ihm, aber nicht gefunden. Es dunkelt bereits, das Kind schläft noch, als Marie endlich zu weinen beginnt. Zuerst zuckt es in ihrem Körper. Eine Weile wehrt sie sich noch gegen die aufsteigenden Tränen, will sich ihnen nicht ausliefern. Schließlich bricht der Damm – haltlos – und sie überantwortet sich der Trauer, dem Schmerz und dem Tränenmeer, das aus ihren Augen fließt.