Wurzeln 12

Gerade habe ich ein altes Gedicht wiedergefunden, was hier sehr gut hinpasst:

verwurzelt fliegen

jetzt
den schmerz aushalten – trauer zulassen
abschied nehmen – wieder einmal
angst orten – etwas sterben sehen
sich leer weinen

wissen
die füße ankern im boden
spüren tiefe wurzeln – finden nährende quellen
dort – wo mutter erde schläft
und pulsierend leben schenkt
verbinden sich herzen im trommelschlag der zeit
schwingen im gleichklang

glauben
der kopf erdet im universum
gehalten – von unsichtbaren fäden – geführt
dort – wo vater himmel wirkt
gedanken und träume beschützt
ihnen nischen gewährt
im grenzenlosen raum

dann
schmerz und trauer gehen lassen
neue türen sehen – sie öffnen
angst loslassen – kraft schöpfen
licht sehen – wieder lache

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