Sonntagsei

Ein Frühstücksei am Sonntag, weich gekocht, dazu eine Scheibe gutes Graubrot und Butter, diese Vorstellung trägt mich sofort an den Frühstückstisch meiner Kindheit in der ländlichen Großfamilie. Ich habe es genossen und genieße es noch heute, ein Sonntagsritual, das ich in 66 Jahren beibehalten habe. Und immer noch ist es so wie damals. Dieser besondere Geschmack, wenn Brot, Ei und Butter aufeinander treffen trägt mich in den Himmel. Als Kind nahm ich mir dazu viel Zeit, ein bisschen Ei, viel Butterbrot, so hatte ich lange von diesem himmlischen Gefühl.

Dieser Beitrag wurde inspiriert von Frau Holle

5 Gedanken zu “Sonntagsei

  1. Schön, dass etwas so überdauert. Bei uns war es auch ein Sonntagsei dazu Toastbrot. Heute mache ich es völlig anders. Kein Weißmehl und morgens gibt es Obst. Aber der Geschmack von Ei und Brot ist noch immer fein!

    Liebe Grüße,
    Syntaxia

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  2. Damals war es das gute Paderborner Kastenbrot. Wir holten es mit Brotkärtchen vom Bäcker. Nach der Ernte wurden Roggen und Weizen zum Müller gebracht und gemahlen. Etwas vom Mehl behielt der Müller als Lohn. Ein Teil des Mehls wurde zum Bäcker gebracht. Dafür bekamen wir Brotkärtchen. Braun waren sie und abgegriffen, dünner an den Kanten. Damals wurde nichts einfach weg geworfen.
    Ich esse zum Frühstück ein selbstgebackenes Vollkornbrot aus Roggen und Dinkel auf Fermentbasis. Seit ich es backe, brauche ich kein anderes Brot mehr. Zirka einmal im Monat backe ich zwei Laibe Brot. Die werden halbiert und eingefroren. Abends mahle ich den Roggen und mische ihn mit Wasser und dem Fermentansatz, in der Wirkung wie Roggen-Sauerteig nur viel milder. Am nächsten Morgen, nehme ich drei Eßlöffel Ansatz ab, gebe ihn in ein Glas, das ich bis zum nächsten Backen im Kühlschrank aufbewahre. Der restliche Vorteigz wid mit Wasser, gemahlenem Dinkel, Salz und Zuchkerrübensirup verrührt. Dann kommt der Teig in zwei gefettete Kastenformen und muss zwei Stunden gehen. Anschließend wird gebacken und das ganze Haus duftet nach frischem Brot.

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