Was ich gerade lese…..

Rolf Lappert: „Nach Hause schwimmen“ ist die Geschichte von Wilbur, der gerne groß und stark wäre und unverwundbar, wie die Superhelden der Kinoleinwand. Aber am liebsten würde er gar nicht leben. Viele frühe Verluste von wichtigen Menschen musste er hinnehmen. Ob es der jungen Aimee mit ihrer charmanten Beharrlichkeit wohl gelingt, ihm beizubringen, dass er leben lernen muss, ob er will oder nicht?

Ausschnitt:
„Ich liege auf den Steinen, dem Turm im Meer aus Gras. Über mir sind Sterne. Mein Großvater kniet neben mir. Das Messer in seiner Hand schimmert im Licht des Mondes. Er hat Gott gerufen, aber die Stille um uns herum ist nicht nur die meines Traumes. … Ich spüre mich nicht. Ich bin ein Name in einem alten Heft, eine Skizze, ich liege zwischen den Zeilen, umgeben von Wörtern ohne Sinn. Mein Körper ist ein zittriger Kreis, meine Haut aus Tinte. Das Papier schluckt mich, es weht mich davon, an den Rändern glühend. … Der Wind treibt mich aufs Meer, im Wasser bekomme ich einen Leib und sinke schwer zu Grund. Die Fische rufen meinen Namen.“

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