Flüchtig

Schon liegen lange Schatten auf den Sonnenuhren
und mancher dunkle Pfad wird plötzlich blendend hell.
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Winde streifen tanzend über abgemähte Felder
und spielen raschelnd mit dem Laub.
Sie heulen auf und fahren unter dünne Kleider
Äpfel fallen dumpf ins Gras und bleiben liegen.
Nüsse prasseln auf das Kopfsteinpflaster
Aus den Trauben rinnt schon fast der Saft.
Die Zeit ist überreif.
„Wer jetzt kein Haus hat, baut auch keines mehr“
Er lebt in Zelten, wartet, das etwas geschieht
Aufs Smartphone schaut er voller Sorge
und fragt sich still
wie´s wohl den Seinen in der Heimat geht
Er wird nicht lange Briefe schreiben, wenn die Blätter wehen
und in Alleen nicht rastlos wandern.
Denn die gibt´s nur woanders

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