AURELICUS ANGELO

Ich danke dir, dass ich in deinem Schatten ausruhen, mich zwischen deinen Flügeln verbergen durfte. Deine Zeit hier ist um, aber nicht in mir – du bleibst als Lichtgestalt, ein flirrendes Wesen, das an einem heißen Sommertag plötzlich aus den Wolken purzelte und mir vor die Füße fiel, wie eine Offenbarung.
Zuerst war da Licht, dann eine Idee, die zu Klang wurde, sich manifestierte und deinen Namen wie Meereswellen über meine Lippen rollen ließ – wie ein Versprechen.
Wo kamst du her? Aus welchen Tiefen hast du dich in meine Gedanken gehangelt?
Vor meinen staunenden Augen entrollten sich deine Flügel. Alle Winde brausten darin. Im schneeweißen Kleid spiegelte sich der Abendhimmel.
Waren es die langen roten Locken, die mir die Angst nahmen und ein Lächeln auf die Lippen zauberten? Sie hingen keck und übermütig hüpfend in deine Stirn hinein. Die federleichten Hände legtest du behutsam auf meine Schultern, und in den wassergrauen Augen spiegelte sich das ganze Universum.
Zwischen tiefem Ernst, fast greifbarer Kraft und einem entzündenden Lachen lag darin das ganze Universum.
Ich fiel hinein, ließ mich fallen und verlor meine Angst.
Sanftmut und Frieden strahlst du aus.
So müssen Engel wohl beschaffen sein, die innere Stürme zu besänftigen wissen.

(Das passt heute sehr gut)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s