In den Gärten am Meer…..

In den Gärten jenseits der Meere war der Wind in den Nächten noch kühl. Zwischen den Beeten waren die Wege frisch geharkt. Während die Vögel des Gartens den Ohren ein pfingstliches Konzert bescherten, wetteiferten am Rande Storchenschnabel und Akeleien um die Gunst des Augenblicks. Im Schatten unter der Hecke vermischten sich Maiglöckchen und Waldmeister zu einem süßgrünlichen Duftgemisch.
Marie wanderte in ihren Gedanken an der Hecke entlang. Sie fühlte die Sonne auf ihrem Scheitel und den Wind im Rücken. Die vielfältigen Gerüche dieses warmen Maientages kräuselten ihr die Nase. Unter den Fingern, die jetzt zaghaft durch das Blätter-und Blütengewirr strichen, spürte sie die feuchten Tauperlen des frühen Morgens.
Für einen Augenblick kehrte ihr Geist in sein Gefäß zurück, und sie erinnerte sich – sicher hatten sich die ersten Wildrosenblüten in ihren weißen Kleidern schon geöffnet und in der Nähe des kleinen Teiches wuchsen Vergissmeinnicht und Pfefferminze nahe bei Blutweiderich und Sumpfdotterblume – um gleich darauf zurückzufallen in einen traumlosen Schlaf.

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