14. Dezember

DSC00480Spuren im Sand, Wellengeschichten erzählend/ der Wind singt seine Melodie dazu/
Meerschaumgedanken fluten heran, überschwemmen, zerplatzen/
Lichtgeriesel, Salz auf den Lippen/

nichts bleibt sicher, nur Veränderung und … Vergänglichkeit

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Lucia, die Lichterkönigin

der tag war vorbei geschlichen. kaum bemerkt schlängelte es sich durch sekunden, minuten und stunden.
wenn ich mir vorstelle, der tag sei eine schlange gewesen, so trüge er einen langen durchsichtigen körper mit einzelnen pulsierenden roten flecken, die wie ein mund immer auf und zu gehen, um alles in sich aufzunehmen in den hungrigen leib.
“aber mama, ein tag kann keine schlange sein” mahnt die kleine jenna und hebt den winzigen zeigefinger.
“aber natürlich kann der tag einer schlange gleichen, mein kind!” sgt die mutter und erzählt weiter von der schlange, die sich in den traum schleicht, farben anlegt und wie ein regenbogen glänzt. auch einen giftzahn besitzt sie, aber nur zur zier, und um eventuelle monster zu erschrecken.
“und weißt du was, jenna, morgen früh, wenn du aufgewacht bist und den kakao ausgetrunken hast, dann holen wir papier und wasserfarben. dann malen wir lange bunte kringelschlangen.”
“oh ja, das machen wir.” und jenna hüpft eine runde durch den raum, in dem die mutter gerade die zweite kerze des adventskranzes angezündet hat.
“mama, können wir die schlangen in den weihnachtsbaum hängen?”

Mitbringsel 2

Über dem See liegt Nebel. Wo er sich lichtet, lässt sich ab und zu einen Blick auf das andere Ufer erhaschen. Lichtfunken zaubert der junge Morgen zwischen die dichten Schlieren. Was der Tag wohl bringt?
Zwischen Nebeln und Wolken liegt ein Versprechen: du Tag wirst mich nicht verletzen. Einen heilsamen Zauber wirst du wirken.
In den Tautropfen, die wie Perlen am Schilf kleben, fängt sich Feuer. Schemenhaft in der ferne Baum und Haus. Kein Hauch kräuselt das Wasser. Ich spüre Stille in mir. Gedämpft dringen Rufe an mein Ohr, doch nur ich suche mich heute.